IT-Sicherheit: Wie du dich als Unternehmer schützen kannst

IT-Sicherheit

Das Thema IT-Sicherheit ist eines, das mittlerweile jeder von uns ernst nehmen sollte – und trotzdem schützen nur die wenigsten Privatpersonen ihre Computer und Smartphones. Doch in der Regel werden sich auch bzw. gerade auf den privaten Endgeräten sensible Daten finden lassen. Schließlich prüfen Selbstständige ihre Firmenkonten auch vom privaten Computer aus, kommunizieren über das Smartphone mit Kunden oder rufen in der Cloud sensible Shop-Daten ab. Wir zeigen dir daher, wie du dich optimal vor Datenklau und Hack-Angriffen schützen kannst.

Verwende unbedingt sichere Passwörter

So trivial dieser Ratschlag klingen mag, so wenig wird er in der Praxis umgesetzt. Noch immer sind „hallo“ und „password“ die beliebtesten Passwörter in Deutschland. Zwar wird kaum jemand diese Wörter für sein Online-Banking-Zugang verwenden, doch auch andere Formulierungen sind nicht unbedingt sicher:

  • Passwörter, die nur Buchstaben enthalten
  • Nutzung von realen Begriffen oder Namen
  • Persönliche Informationen (Lieblingsfarbe, Fußballverein, Geburtsdatum)

Denn mittlerweile schaffen es Hacker, solche persönlichen Daten direkt auf dem Smartphone oder Laptop abzugreifen. Beim anschließenden Knacken der Passwörter werden dann vor allem die letzten beiden Zahlen des Geburtsjahres für den Zugang zu E-Mail-Fächern oder Banking-Portalen verwendet. Entsprechend sollten gute Passwörter die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Mehr als 8 Zeichen
  • Groß- und Kleinschreibung
  • Zahlen
  • Sonderzeichen

Natürlich ist es vergleichsweise schwierig, sich derlei Passwörter direkt zu merken. Aber: Durch die Kombinationen haben es Hacker deutlich schwerer, sich in die Accounts einzuklinken. Zudem können Eselsbrücken gebildet werden. Beispielsweise kann das kryptisch wirkende Passwort „M66JfdLa!“ von der Redewendung bzw. dem bekannten Lied „Mit 66 Jahren fängt das Leben an!“ abgeleitet werden.

Anti-Virus-Software installieren

Die Verwendung solcher Passwörter schützt allerdings nicht vor Viren, Trojanern oder anderer Schadsoftware. Sie installiert sich teilweise durch unbedachte Nutzung von Websites bzw. Software, in einigen Fällen aber auch vollkommen unbemerkt. Präventiv sollte daher unbedingt eine gute Anti-Virus-Software installiert werden. Gut heißt dabei in der Regel, dass hierfür Geld bezahlt werden muss. Denn kostenlose Versionen bieten oft nur einen Basis-Schutz und werden nicht geupdatet. Genau das ist aber wichtig, um den Computer bzw. das Smartphone wirklich langfristig sicher zu machen.

Download von Software verantwortungsvoll durchführen

Vor dem Download von Software ist es wichtig, den angesprochenen Virenscanner zu installieren. Denn dieser prüft alle Downloads auf mögliche Trojaner und Viren, so dass die IT-Sicherheit bereits im Ansatz gewährleistet wird. Darüber hinaus kannst du aber auch selbst dafür sorgen, erst gar keine versuchte Software zu downloaden:

  • Achte darauf, dass die Softwarequelle absolut vertrauenswürdig ist. Lade am besten nur beim Hersteller oder auf bekannten Portalen wie chip.de Programme herunter.
  • Sei bei kostenlosen Angeboten im Internet skeptisch. Oft fängst du dir hierdurch Viren oder Trojaner ein.
  • Gerade auf Seiten von Streaming-Diensten, die sich in einer Grauzone bewegen, ist das Risiko eines (unwissentlichen) Downloads von Schad-Software hoch.

Cloud: Fluch und Segen zugleich

Als Selbstständiger wirst du sicherlich irgendeine Art von Cloud-Dienst nutzen. Das hat natürlich den großen Vorteil, dass du mit mehreren Endgeräten flexibel auf die gespeicherten Daten zugreifen kannst. Gleichzeitig bieten sich aber auch deutlich mehr Angriffspotenziale: Sowohl deine Endgeräte als auch der Cloud-Dienstleister an sich können gehackt werden.

Insbesondere beim Hochladen der Daten bieten sich Möglichkeiten, hierauf zuzugreifen. Insofern solltest du nach Möglichkeit zumindest wichtige und sensible Dokumente nur verschlüsselt in die Cloud übertragen. Zudem ist es wichtig, dass wirklich alle Geräte, mit denen du auf die Dateien zugreifst, entsprechend geschützt sind.

Das Smartphone bietet viele Angriffsflächen

Stichwort „alle Geräte“ – beim Smartphone verzichten die meisten Anwender auf die Installation eines Virenscanners. Dabei bietet gerade das mobile Endgerät viele Möglichkeiten, um Daten abzugreifen. Schließlich ist es stets eingeschaltet, fast immer mit WLAN-Netzwerken oder dem mobilen Internet verbunden und wird für wichtige Prozesse verwendet. Insofern gilt es auch hier, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen zu nutzen:

  • Die Updates für das Betriebssystem sorgen nicht nur für einen verbesserten Nutzerkomfort, sondern auch für mehr Sicherheit. Denn im Zuge der Updates werden die Smartphones den neusten Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gerecht.
  • Auch für das Smartphone gibt es gute Virenscanner, die oft nur einige Euro kosten – die Investition lohnt sich.
  • Schnittstellen – also Bluetooth oder WLAN – bieten die beste Möglichkeit, um Daten abzugreifen. Insofern sollten die Schnittstellen nur dann aktiviert werden, wenn sie wirklich benötigt werden.
  • Auch bei Smartphones gilt, dass Anwendungen nur aus sicheren Quellen installiert werden sollten. Dabei handelt es sich insbesondere um den App Store bzw. den Google Play Store.
  • Sensible Daten wie etwa Passwörter oder geschäftliche Dokumente sollten mit einer speziellen Software verschlüsselt werden.

Fazit: IT-Sicherheit durch Software erhöhen

Noch immer wird dem Thema der IT-Sicherheit im privaten Bereich nicht der Stellenwert eingeräumt, der eigentlich notwendig wäre. Besonders wichtig ist es, die privat genutzten Computer und Smartphones mit einem guten Virenscanner auszustatten. Aber auch bei der Nutzung der Endgeräte kannst du die Sicherheit erhöhen. So ist insbesondere beim Download von Software darauf zu achten, von wem die Lösung überhaupt angeboten wird. Zudem gilt, dass dein Passwort möglichst sicher sein sollte.